Reduplikationsbildungen mit Ablaut
22.12.2010
Bei dem linguistischen Begriff Reduplikationsbildungen
handelt es sich um Wörter, bei denen eine Silbe schlicht und einfach
verdoppelt, also redupliziert wurde. Dabei entstehen so bekannte Ausdrücke wie Bonbon,
Tamtam oder Zickzack. Aber halt: Beim Zickzack scheint
nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen, denn sonst müsste es ja „Zickzick”
heißen. Andererseits sieht die Sache doch nach Methode aus, wenn man Bildungen
wie Wirrwarr, ticktack, klick-klack oder Ausdrücke wie ritsch,
ratsch und schnipp, schnapp betrachtet.
Der Singsang führt schließlich auf die richtige Spur, denn diese
Kombination ist uns vertraut: „ich singe, ich sang”. Diesen Vokalwechsel, der
bei vielen unregelmäßigen Verben vorkommt, bezeichnet man als Ablaut.
Obwohl es auch andere Ablautkombinationen gibt (beispielsweise in „fahren –
fuhr” oder „schreiben – schrieb”), hat sich der Wechsel von i zu a für Reduplikationsbildungen
im Deutschen durchgesetzt und ist die mit Abstand häufigste Verbindung.
Im Englischen ist übrigens der Wechsel von i zu o am beliebtesten, wie die Beispiele tipptopp, Hip-Hop oder Flipflop zeigen.
